Sehenswürdigkeiten

Auch Bad Bük, die kleine Stadt nahe der österreichischen Grenze, hat ihre Sehenswürdigkeiten: Für Gesundheitsbewußte der Barfuß-Weg, historisch Interessierte (St. Klemens) oder alle, die mehr über ungarische Traditionen erfahren wollen (Kóczán Haus).

Kóczán Haus (Heimathaus)

Das (einstige) Wohnhaus von Ferenc Kóczán, das sich seit 2006 im Eigentum der Stadt befindet, ist das letzte strohbedeckte Bauernhaus mit stumpfer Fassade und Lehmwänden in Bük.

Das Gebäude wurde vor dem endgültigen Verfall gerettet, komplett restauriert und bietet insgesamt sechs Räume. Die Beschädigungen des Hauses machten die Ausbesserung der Lehmmauern notwendig, außerdem mussten die Balken gegen Schädlinge geschützt werden. Die Dachkonstruktion aus Stroh wurde ebenfalls erneuert. Die durchbrochene Heizöffnung des früher von außen beheizbaren Kachelofens, ebenso wie die Ofentür, die Tür des Kletterkamins, die Öffnungen und deren Zargen, wurden mit großer Umsicht wiederhergestellt. Der Hof mitsamt seinem Brunnen wurde neu gestaltet. Hier schaffen Pflaumenbäume aus Beszterce, Schneeballsträucher, Feuerlilien und Pfeifensträucher eine romantische Atmosphäre.

Das Kóczán-Haus war ursprünglich das Domizil von Zivilvereinen. Heute finden hier diverse Veranstaltungen, über das Jahr verteilt, statt: Das Schlachtfest zu Fasching, die Weinmusterung am Tage des Sankt Ivo, der Familientag am 20. August und der Umzug am Sankt Nikolaustag sowie der Gastrohof. Das ehemalige Schusterhaus ist Schauplatz authentischer Feste und Veranstaltungen, in denen ungarische Volkstraditionen gepflegt werden.

Sankt Koloman (Klemens), römisch-katholische Pfarrkirche

Die gotische Kirche in Mittel-Bük entstand 1408 als Umbau einer ursprünglich romanischen Kirche aus dem 13. Jhd. Ihr Schutzheiliger, der Märtyrer Sankt Koloman war der dritte Nachfolger des Apostel Petrus als Bischof von Rom und gehört zu den frühesten Heiligen. Kaiser Trajan verbannte ihn wegen seines Bekenntnisses zum christlichen Glaubens auf die Halbinsel Krim. Hier litten die Menschen unter einem Mangel an Trinkwasser. Der Sage nach erschien während eines Gottesdienstes ein Lamm und überall, wo es hintrat, sprudelten Quellen mit reichlich Wasser.

Diese Szene zeigt das Altarbild der Kirche. Auf dem Werk des Ferenc Storno Sen. steht Sankt Koloman im Papstgewand und deutet auf das Osterlamm. Am Fuß  des Heiligen findet sich ein Anker als Symbol seines Märtyrertums, denn Koloman wurde auf Befehl des Kaisers im Jahr 101 getötet: ein Anker wurde um sein Hals gebunden und er wurde in den See geworfen. Sowohl im Schiff und der Seitenkapelle sind religiöse Szenen im Stil der Romanik und der Gotik zu sehen, allerdings wurde der Turm 1658, in den Jahren 1732-57 die gesamte Kirche im Barockstil umgebaut. Aus dem Barock stammen auch die Statuen der Könige aus der Árpádenzeit wie König István mit dem Zepter und Ladislaus mit der Streitaxt. Auch die Neuzeit ist durch Werke von Mária Hertay, die den Altar und die Stationen des Kreuzwegs zieren, präsent.

Die neue Sakristei wurde 1979 nach den Plänen von György Trokár erbaut. Die Mariensäule in im Park neben der Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert. In der Nähe befindet sich das Grabmal des Pál Felsőbüki Nagy. Als Antwort auf eine der Reden von Nagy vor dem Parlament, stiftete Graf István Széchenyi eine seiner Jahreseinkünfte, um die ungarische Akademie der Wissenschaften zu gründen.

Messe:
Dienstag und Donnerstag um 18.00 Uhr
Samstag um 18.00 Uhr
Sonntag um 10.00 Uhr und 18.00 Uhr

Auskunft:
Sankt Koloman Pfarramt, 9737 Bük, Gárdonyi Géza Str. 7.
Telefon: +36 94 359 220

Répcemente Lehrpfad

Die interaktive Ausstellung über die Flora und Fauna des Flusses Répce (Rabnitz) ist in der Széchenyi Straße in der Nähe des Bürgermeisteramtes zu sehen. Der Lehrpfad wurde im Rahmen des Stadtrehabilitationsprogramms konzipiert. Besucher können hier den kurvenreichen Verlauf des Répce nachempfinden, sowie Wissenswertes über die Répce-Region erfahren. Sechs interaktive Schilder unterstützen das Lernen und Erfahren. Die Gestaltung der Äcker und landwirtschaftlichen Gebiete, sowie der Flora und Fauna der bewohnten Gebiete der Répce-Region werden noch ergänzt. Schul- und Kindergartengruppen können auch im Rahmen von Unterrichtsstunden die Flora und Fauna West-Ungarns und auch der Répce-Region auf unterhaltsame und verständliche Weise kennenlernen.

Ökumenische Kapelle

2003 wurde die erste ökumenische Kapelle Ungarns, die nicht von einer Kirche, sondern von einer Stiftung verwaltet wird, eingeweiht. Das Hauptziel der Stiftung ist der Aufbau und die Erhaltung der Kapelle. Das Gebäude wurde nach den Plänen von Péter Gáspár gebaut. Die Fenster sind das Werk von Zsanett Dancs. Im Kapelleninneren ist das Wandgemälde von Ernő Csonka mit dem Titel „Christus heilt den Kranken“ zu sehen.

Adresse: Bükfürdő, Európa Straße
Messe/Gottesdienst:
römisch-katholische Messe: Montags und Freitags 15.30 Uhr.
evangelischer Gottesdienst: erster Mittwoch in jedem Monat 10.30 Uhr.

Organischer Punkt (Kunstwerk)

Der Organische Punkt ist das Werk des Künstlers Csaba Nagy aus Bük und eine der Stationen des Kneipp® und Nordic Walking Parks. Die Metallskulptur symbolisiert die Harmonie der Natur mit der Umwelt und dem Wasser. Für die Kulturleistung des Menschen steht das Korbflechten, für das stellvertretend das Geflecht des Metallgerüstes steht. Eine Kletterranke bewächst die Skulptur wie eine Art lebendes Gewebe.

Heil- und Kräutergarten

Zu allen Zeiten haben Menschen Kräuter gesammelt, wegen der duftenden Aromen wie auch der heilenden Wirkung. So beschreibt der 5000 Jahre alte ägyptische Ebers-Papyrus 800 verschiedene Heilmethoden, denen Heilkräuter zugrunde liegen. Heil- und Gewürzkräuter werden in der Küche, der Medizin und Kosmetik verwendet. Die Mönche des Mittelalters brachten ihre gesamte Apotheke als getrocknete Kräuter, Samen und lebendige Pflanzen mit nach Ungarn. So fanden Salbei, Lavendel, Rosmarin, Weinraute und Ysop ihren Weg zu uns. Das Zitronengras findet sich in der Umgebung alter Klöster und den Wäldern Transdanubiens. Der Oregano, vor allem den Liebhabern der italienischen Küche bekannt, heißt eigentlich Dost und ist auf Wiesen und Weiden beheimatet. Heilkräuter sind wegen ihrer besonderen Wirkstoffe zur Heilung und Gesundheitserhaltung und Heilung diverser Erkrankungen geeignet. Ein großer Teil der medizinisch wirksamen ätherischen Öle wird in der Pharmazie zur Herstellung von Arzneien verwendet. Auch die Aromatherapie setzt die auf die antibakterielle, entzündungshemmende, beruhigende und krampflindernde Wirkung dieser Öle.

Im Heil- und Kräutergarten wurden folgende Heil- und Gewürzkräuter gepflanzt:

1. Rosmarinus officinalis - Rosmarin
2. Salvia officinalis ‚Culinaria‘ – Silber Salbei
3. Salvia officinalis ‚Purpurascens‘ - Purpurlaubiger Gewürz-Salbei
4. Thymus vulgaris ‚Compactus‘ – Thymian
5. Origanum vulgare - Oregano
6. Apium graveolens - Sellerie
7. Satureja montana – Berg-Bohnenkraut
8. Melissa officinalis – Zitronenmelisse
9. Lavandula ang. Munstead – Gartenlavendel
10. Artemisia dracunculus - Estragon
11. Petroselinum crispum – Petersilie


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